Train the Trainer für DIE Entwicklung handgewebter Stoffe
Um die textile Wertschöpfungskette ganzheitlich zu schließen, braucht es mehr als den Anbau von Baumwolle, die Ausbildung von Weber*innen und die serielle Produktion von Kleidung. Entscheidend ist auch die Entwicklung handgewebter Stoffe.
Gemeinsam mit der University of Education, Winneba arbeiten wir im Rahmen angewandter Design- und Materialforschung an der Weiterentwicklung traditioneller Webtechniken. Ziel ist es, eigene Stoffe zu entwickeln, die handwerkliches Wissen bewahren, gestalterisch weitdenken und zugleich den Anforderungen zeitgemäßer Nutzung und Märkte gerecht werden.
Dieser Ansatz verbindet Traditon und Innovation stärkt kulturelle Identität und leistet einen Beitrag zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit, Würde und langfristiger Perspektive innerhalb des lokalen Textilsektors.
TRAIN THE TRAINER FÜR DIE ENTWICKLUNG HANDGEWEBTER STOFFE
Um die textile Wertschöpfungskette ganzheitlich zu schließen, braucht es mehr als den Anbau von Baumwolle, die Ausbildung von Weber*innen und die serielle Produktion von Kleidung. Entscheidend ist auch die Entwicklung handgewebter Stoffe.
Gemeinsam mit der University of Education, Winneba arbeiten wir im Rahmen angewandter Design- und Materialforschung an der Weiterentwicklung traditioneller Webtechniken. Ziel ist es, eigene Stoffe zu entwickeln, die handwerkliches Wissen bewahren, gestalterisch weitdenken und zugleich den Anforderungen zeitgemäßer Nutzung und Märkte gerecht werden.
Dieser Ansatz verbindet Traditon und Innovation stärkt kulturelle Identität und leistet einen Beitrag zu wirtschaftlicher Eigenständigkeit, Würde und langfristiger Perspektive innerhalb des lokalen Textilsektors.
PRÄSIDIALE REPUBLIK
Staatsform
238.537 km²
Fläche
30,79 Mio.
Einwohner (2021)
Religionen
71 % Christen, 18 % Muslime,
5 % traditionelle Religionen
92,5 %
Jugend-Alphabetisierungsrate
(2018)
+ 2,0 %
Bevölkerungswachstumsrate
(2021)
Länderprofil
GEOGRAFISCHE LAGE
Ghana liegt am Golf von Guinea und grenzt im Westen an die Elfenbeinküste, östlich an Togo und im Norden an Burkina Faso an. Das Land ist ungefähr so groß wie Großbritannien, die meisten Menschen wohnen entlang der Küste, in der Hauptstadt Accra oder der zweitgrößten Stadt im Landesinneren: Kumasi.
WIRTSCHAFT
Aufgrund seiner politischen Stabilität ist Ghana ein wichtiger Wirtschaftsstandort in Westafrika, in Accra befindet sich seit 2020 das Sekretariat der neuen afrikanischen Freihandelszone African Continental Free Trade Area (AfCFTA). Mangelhafte Transportinfrastruktur, hohe Zinsen und Korruption wirken jedoch nach wie vor investitionshemmend.
RELIGION UND SPRACHE
Der Süden des Landes ist christlich geprägt, der Norden islamisch, Spannungen zwischen beiden Religionen gibt es kaum. 1957 erlangte Ghana als erstes subsaharisches Land die Unabhängigkeit. Amtssprache ist Englisch, daneben gibt es mehr als 70 ethnische Sprachen, allen voran Akan.
TEXTIL UND TEXTILE INDUSTRIE
Auch in Ghana beeinflussen Billigimporte aus Asien sowie Second-Hand-Kleidung aus Europa die lokale Textil- und Bekleidungsindustrie massiv. Die Regierung versucht, dagegen vorzugehen und den Sektor zu schützen. Charakteristisch für Ghana sind die handgewebten Kente-Stoffe mit ihren geometrischen Mustern und leuchtenden Farben.
Stoffentwicklung in Winneba
Um unabhängiger von Stoffen aus dem Ausland zu werden, braucht es Rückbesinnung und Neuorientierung: Welches Wissen ist vorhanden, wie lassen sich traditionelle Techniken und Muster reaktivieren und neu interpretieren, wer hat Interesse an handgewebten Stoffen, welche Materialien stehen in welcher Qualität zur Verfügung? Im Schulterschluss mit Invest for Jobs, eine Marke der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), sowie der University of Education, Winneba suchen wir nach Antworten auf diese Fragen. Auf dem Campus der Universität experimentieren mit Webtechniken, Materialien und Farben. Erforschen das Potential ökologischer Fasern wie Bio-Baumwolle, Ananas und Birkenholz. Erstellen Marktanalysen und eruieren Strategien, wie die Produktion von handgewebten Stoffen ohne Qualitätsverluste und unter Wahrung guter Arbeitsbedingungen gesteigert werden kann.
Um die Abhängigkeit von importierten Stoffen zu reduzieren, bedarf es einer gezielten Rückbesinnung und strategischen Neuorientierung. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen: Welches lokale Wissen ist vorhanden, wie lassen sich traditionelle Techniken und Muster reaktivieren und zeitgemäß weiterentwickeln, wer sind die relevanten Zielmärkte für handgewebte Stoffe und welche Materialien stehen in welcher Qualität zur Verfügung?
In enger Zusammenarbeit mit Invest for Jobs, einer Marke der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), sowie der University of Education, Winneba, erarbeiten wir Antworten auf diese Fragestellungen. Auf dem Universitätscampus forschen und experimentieren wir mit unterschiedlichen Webtechniken, Materialien und Farbkonzepten. Dabei untersuchen wir insbesondere das Potenzial ökologischer Fasern wie Bio-Baumwolle, Ananas und Birkenholz. Ergänzend führen wir Marktanalysen durch und entwickeln Strategien, um die Produktion handgewebter Stoffe unter Wahrung hoher Qualitätsstandards und fairer Arbeitsbedingungen nachhaltig zu skalieren.
Eine zentrale Grundlage unseres Ansatzes bildet das Train-the-Trainer-Programm mit dem Schwerpunkt Weberei. Studierende sowie ausgebildete Weber:innen aus der Volta-Region werden unter Anleitung eines deutschen Fachexperten in den Aufbau, die Bedienung und die Wartung von Holzwebstühlen qualifiziert.
Unser Ziel ist es, dass die Weber:innen nach Abschluss des Programms eigenständige Produktionsstätten aufbauen und langfristig Arbeitsplätze schaffen. Das im Programm erworbene Wissen wird gezielt weitergegeben, um neue Fachkräfte auszubilden und die Kompetenzen innerhalb der lokalen Gemeinschaften zu stärken. Auf diese Weise fördern wir den Aufbau kleiner, resilienter lokaler Strukturen und sichern die nachhaltige Verankerung von Know-how vor Ort.
Wir stehen in engem Austausch mit afrikanischen Modedesigner*innen sowie Akteur*innen der lokalen Textilindustrie, um Bedarfe, Interessen und Entwicklungspotenziale systematisch zu erfassen. Dabei fließen neben wirtschaftlichen und fachlichen Aspekten auch zentrale Fragen von Identität, kultureller Verankerung, Erneuerung und beruflichen Perspektiven im eigenen Land in den Dialog ein.
Impressionen und Eindrücke
News & Storys
Aus eigener Kraft voraus
Wir sind wieder an der University of Education in Winneba – und überwältig. In den vergangenen sechs Monaten hat sich die 22-köpfige Crew nicht nur mit den neuen Webstühlen vertraut gemacht. Sie hat auch mit unterschiedlichen Garnen experimentiert und Stoffe mit...
Zukunft im eigenen Land
Unterricht in der Klasse von Osuanyi Quaicoo Essel,bei dem sich Studierende in die Rolle von Lehrenden üben. Die University of Education in Winneba (UEW) wurde uns als Partner für unser Projekt in Ghana empfohlen – seit unserem Besuch Anfang des Jahres wissen wir noch...
Handgemacht
Wie baut man aus einem Haufen Bretter einen Webstuhl, mit dem man nicht nur schneller, sondern auch Stoffen mit einer Breite von 1,60 Metern weben kann? Für unser erstes Ausbildungsmodul an der University of Education in Winneba haben wir 15 Weber und Weberinnen...
The Project Justine – Train the Trainer e.V.
The Project Justine – Train the Trainer e.V. stärkt junge Menschen in Ghana, Benin und Senegal durch berufliche Ausbildung, digitale Kompetenzen und faire Arbeitsmöglichkeiten. Unser Ansatz basiert auf der Qualifizierung lokaler Trainer*innen, die ihr Wissen weitergeben und so nachhaltige Strukturen im Textilhandwerk aufbauen.
Neben Weberei, Schneiderei und digitalem Design fördern wir Alphabetisierung, Kinderbetreuung, eine kleine Kantine sowie sichere Transportwege – damit insbesondere junge Frauen und Mütter niedrigschwellig an Ausbildung und Arbeit teilhaben können. Wir richten Werkstätten ein, entwickeln Lehrpläne, statten Teams mit Maschinen aus und begleiten Absolvent*innen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben.
Ein zentraler kultureller Referenzpunkt unserer Arbeit ist die Modemarke NOH NEE. Sie steht sinnbildlich für das, was wir unter zeitgemäßem Austausch verstehen: Colormix als offener, ehrlicher und kreativer Dialog zwischen Kulturen. Für uns ist dieser Austausch kein Selbstzweck, sondern der Ausgangspunkt für Verbindung, Verantwortung und langfristige Zusammenarbeit. Unsere Projekte in Benin, Ghana und Senegal fördern dabei bewusst auch den panafrikanischen Austausch – als ebenso wichtige Grundlage für kulturelle Selbstverortung und wirtschaftliche Stärke.
Wir sind dankbar für die Reise, die hinter uns liegt, und gespannt auf die Schritte, die folgen. Afrika bewegt sich. Wir bewegen uns mit.
Meilensteine
Team & Unterstützer
Unsere Partner
THE PROJECT JUSTINE
– train the trainer e.V.
Agricolaplatz 7
80687 München
+49 179 5038175
info@theprojectjustine.org
theprojectjustine.org
Spendenkonto:
THE PROJECT JUSTINE - train the trainer e.V.
IBAN DE71 4306 0967 8237 2376 00
BIC GENODEM1GLS
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© THE PROJECT JUSTINE - train the trainer e.V.






